Schwimmen – die ideale Sportart

Wer viel Zeit am Schreibtisch verbringt, braucht zum Ausgleich ein gesundes Maß an Bewegung. Schwimmen eignet sich hervorragend dafür.

Was Schwimmen bewirkt

Es gibt wohl kaum eine Sportart, die mehr positive Effekte auf unsere Gesundheit hat als das Schwimmen. Wir trainieren Ausdauer und Stärke, steigern unsere Abwehrkräfte und das Ganze macht auch noch Spaß.

Wenn wir uns durch das Wasser bewegen, strengen wir uns ziemlich an. Denn der Widerstand von Wasser ist 14-mal höher als der von Luft. Doch durch die verringerte Schwerkraft kommt uns das Schwimmen gar nicht so anstrengend vor.

Die Gelenke, die bei anderen Sportarten sehr stark belastet werden, bleiben allerdings geschont. Dieser Effekt kommt auch übergewichtigen, älteren oder in ihrer Bewegung eingeschränkten Personen zugute.

1. Rücken

In unserer heutigen Industriegesellschaft sind Rückenprobleme leider ein Dauerthema. Inzwischen haben 84 Prozent der Deutschen mindestens einmal im Jahr Rückenschmerzen.

Schwimmen stärkt die Rückenmuskulatur und entlastet die Wirbelsäule. Zwei unschätzbare Vorteile zur Vorbeugung und Linderung von Beschwerden.

2. Muskeln

Mal ehrlich: Fitnessstudios sind einfach quälend. Man müht sich für jeden Muskel einzeln ab und braucht etliche Stunden jede Woche, um den ganzen Körper zu trainieren. Für derart viel Investition in Sport habe ich weder Zeit noch Lust.

Das Schwimmen bietet hier eine perfekte Alternative, denn hierbei werden sämtliche Muskeln zur gleichen Zeit beansprucht. Wir fordern und fördern das ganze motorische System – ohne das Risiko von Muskelkater, Zerrungen und Überlastung der Gelenke.

3. Herz-Kreislauf-System

Die Anstrengung trainiert das gesamte System, weil wir ausdauernd unsere Bahnen ziehen. Und genau darin liegt die Stärke vom Schwimmen: Anders als bei zahlreichen anderen Sportarten gibt es keine plötzlichen Belastungsspitzen (etwa das Losrennen beim Tennis nach einer Ruhephase).

Doch nicht nur das: Durch den Wasserdruck wird das Blut von der Hautoberfläche in Richtung Brustraum gedrückt. Aber keine Angst – was sich bedrohlich anhört, ist ein ganz normaler Vorgang, gegen den unser Herz mit verstärkter Leistung arbeiten kann. Der geniale Effekt: Das Herzvolumen vergrößert sich und der Herzschlag wird dauerhaft niedriger.

Aufgrund dieser Vorteile raten auch Ärzte ihren Herzpatienten zum Schwimmen – natürlich mit entsprechender Vorsicht.

4. Fettverbrennung

Schwimmen ist ein wahrer Fett-Killer. Die ganzheitliche Anstrengung sorgt dafür, dass wir in der Stunde bis zu 700 Kilokalorien verbrennen. Auch der Cholesterinspiegel wird gesenkt.

5. Immunsystem

Schwimmen fordert den Körper, ohne ihn zu überfordern. Durch die Anstrengung und den Widerstand gegen die Temperatur wird das Immunsystem trainiert. Dies ist insbesondere zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten zu empfehlen.

6. Entspannung

Dieser Aspekt ist sowohl körperlich als auch seelisch gemeint: Schwimmen hilft, Verspannungen zu lockern. Kein Wunder, schließlich wird ja wie bereits angedeutet der gesamte Bewegungsapparat genutzt.

Der Aufenthalt im Wasser tut auch unserer Seele gut. Womit wir beim meiner Ansicht nach spannendsten Aspekt dieser wunderbaren Sportart wären.

Leben und Schwimmen

Schwimmen verbindet uns mit dem Leben auf eine faszinierende Art und Weise. Wir bestehen zu 70 Prozent aus Wasser, wir wachsen 9 Monate in Wasser, unsere Vorfahren kommen aus dem Wasser.

Wasser ist unser Element und es ist daher kein Zufall, dass große Philosophen verschiedenster Kulturen vom Leben als Fluss sprachen. Alles im Leben fließt: Gedanken, Ströme, Kraft, Kreativität.

Wenn wir uns also in die Fluten stürzen, dann schwimmen wir symbolisch und körperlich durch das Leben – wir befinden uns mitten im Fluss, lassen los, lassen locker. Wir verbinden uns mit unserem körpereigenen Element. Ist das nicht fantastisch?

Schwimmen ist ungeheuer effektiv

Es ist die clevere Kombination, die das Schwimmen so zeitsparend macht. Im Fitnessstudio brauchen wir Pläne, für Fußball müssen wir uns aufwärmen und dehnen, beim Joggen sind wir abhängig von Tageszeiten und Wetterbedingungen und sind gezwungen, uns darauf mit teurer Schutzkleidung einstellen.

Beim Schwimmen bleiben wir flexibel – und was könnte im Leben wichtiger sein? 

Wenn wir zweimal in der Woche für eine dreiviertel Stunde schwimmen, haben wir Geist und Körper einen großen Dienst erwiesen. Das sind 1,5 Stunden in der Woche.

Rechnen wir noch die Zeit für Hin-und Rückfahrt zum See bzw. zur Halle ein (und bleiben wir dabei großzügig, denn nicht jeder von uns hat eine Gelegenheit zum Schwimmen um die Ecke) kommen wir auf rund drei Stunden pro Woche für ein vollwertiges Fitnessprogramm.

Und was kostet uns das? Im Sommer an einem öffentlich begehbaren See nichts! Und in den Hallen gibt es oftmals Rabattkarten für Dauerschwimmer.

Schwimmen ist also gesund, zeitsparend und so gut wie kostenlos. Keine teure Vereins- bzw. Funktionskleidung, kein Trainingszwang, keine Verletzungsgefahr.

Fazit

Schwimmen ist ein genialer Sport, der den gesamten Körper trainiert, Fett verbrennt, Spaß macht und (richtig praktiziert) ein niedriges Verletzungsrisiko birgt. Es ist die ideale Sportart, die spontan und zu jeder Jahreszeit durchgeführt werden kann. Dazu kommt die entspannende Komponente, welche mir gut gefällt.

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Schwimmen ist außerdem meditativ. Jedenfalls kommen mir dabei immer wunderbare Ideen. Manches Mal bin ich morgens im Freibad geschwommen und hatte den Gedanken, dass es sich bei diesem Becken eigentlich um einen Meditationsraum handelt. Jede(r) ein bisschen für sich und konzentriert auf die Bewegung. Auch die Tatsache, dass kein Vereinszwang besteht, gefällt mir. Ich habe das Glück, nicht weit von einem Frei- und Hallenbad zu wohnen. Ich habe (im Moment) das Pech, nach einer Hüft-Op und Thrombose nicht schwimmen zu dürfen. Aber bald geht es wieder los.
    Danke für den schönen Beitrag.

    Antworten
    • Hallo Kirsten, den meditativen Aspekt schätze ich auch sehr, die gleichsamen Bewegungen im Wasser und die von dir angesprochene Konzentration führen den Schwimmer in einen Zustand der Kontemplation. Schade, dass du im Augenblick nicht schwimmen kannst, ich wünsche dir gute Besserung und hoffe, dass du dich bald wieder in die Fluten stürzen darfst!

      Antworten

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