Rezension: Kurzer Prozess (Gmeiner Verlag)

Der Gmeiner Verlag war so freundlich, mir ein Rezensionsexemplar eines neuen Krimispiels zuzuschicken. Also dachte ich mir: Bei nasskaltem Herbstwetter eine Partie Kurzer Prozess mit Freunden zocken? Gesagt, getan! Und schon schlüpften wir gemeinsam in die Rolle des Gauners vor Gericht.

Spielprinzip

Es geht um eines: Selbst nicht im Knast zu landen. Und die Verantwortung für Diebstahl oder Schlimmeres vor dem fiktiven Gericht den anderen auf der Anklagebank zuzuschieben. Der beste Spieler kann sich mit etwas Glück als Unschuldslamm herauswinden. Gespielt wird mit 50 Verbrecher-, 5 Zeugen- und 5 Schwarzer-Peter-Karten im Uhrzeigersinn.

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Ziel des Spiels ist es, selbst möglichst wenig Karten zu erhalten. Wer Karten von einem Wert höher 5 sein Eigen nennt, gilt als überführt und bekommt die längste Knastperiode. Sobald ein Spieler keine Karten mehr vor sich hat, endet die Runde. Nach drei Runden folgt die Endauswertung: Derjenige, der die kürzesten Knastperioden in Form von Kreidestrichen vorweisen kann, gewinnt Kurzer Prozess.

Details

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  • 3 bis 6 Spieler
  • ab 10 Jahren
  • Spieldauer: ca. 30 Minuten

Kurzweilig und amüsant

Reiner Knizia hat mit Kurzer Prozess ein bittersüß böses Spiel für die dunkle Jahreszeit geschaffen. Wer schon immer Spaß daran hatte, andere die Pfanne zu hauen, kommt hier voll auf seine Kosten. Das diebische Vergnügen ist schnell gelernt und unterhaltsam. Eben das, was man sich von einem unkomplizierten Kartenspiel erwartet.

Entscheidend dabei ist, die passenden Karten zum richtigen Zeitpunkt zu spielen. So sollte man die Zeugenkarten als Joker wohlüberlegt einsetzen. Ein bisschen Taktik ist daher durchaus erforderlich. Fazit: Witziges Spiel mit schwarzem Humor und hochwertig verarbeiteten Karten, wie man es aus dem Hause Gmeiner gewohnt ist.

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