Konstruktive Kritik: So merken Sie, ob Sie zu Recht kritisiert werden

Kaum ein Wort ist im Business-Sprech so geläufig wie Kritik. Zahllose Ratgeber geben Tipps zum Umgang mit Kritik – etwa, sie nicht persönlich zu nehmen, sondern sich stattdessen zu bedanken. Aber gilt das wirklich für jede Kritik? Und auch dann, wenn der eigene Roman kritisiert wird?

Konstruktive Kritik Destruktive Kritik
auf Augenhöhe herablassend
motivierend beleidigend
hebt das Positive hervor betont das Negative
liefert Anregungen will nur „draufhauen“

Machen Sie nicht den Fehler und stempeln Sie jegliche Kritik an ihren Werken als ungerechtfertigt ab. Eine Perfektion gibt es wie gesagt nicht und Sie können und werden als Autor immer etwas dazulernen. Viel besser ist es, wenn Sie die an Sie herangetragene Kritik filtern. Denn wer sagt, dass Sie sich jedes Urteil zu Herzen nehmen müssen?

Kritik einschätzen

Eine Kritik an Ihrem Buch hat nur so viel Gewicht, wie Sie ihr beimessen. Einige Leser halten ganze Genres für langweilig. Wenn also ein Verächter von Historienromanen Ihre neue Mittelaltergeschichte liest, können Sie sich vorstellen, dass diese Voreingenommenheit Ihr Werk in keinem guten Licht dastehen lässt.

Machen Sie sich klar, dass jeder Leser bewusste oder unbewusste Erwartungen an Ihr Buch hat. Es ist nicht Ihre Schuld, wenn Sie diese Erwartungen nicht erfüllen.

So geht konstruktive Kritik

Es kann sehr hilfreich sein, Kritik von Menschen anzunehmen, die Sie schätzen und die ehrlich zu Ihnen sind. Sie erhalten dann konstruktive Hinweise, ohne vorgeführt zu werden.

Darüber hinaus bin ich der Ansicht, dass ernstzunehmende Kunstkritiker selbst veröffentlichen sollten. Denn es ist sehr bequem, fremde Werke von einer sicheren Distanz aus zu beurteilen. Wer Kritik an seinen eigenen Werken nicht scheut, ist authentischer.

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Kann es konstruktive Kritik für Kreativität geben?

Nach welchen Maßstäben soll die Bewertung einer kreativen Leistung überhaupt erfolgen? Zwar können Experten eine Geschichte an Eckpfeilern wie Spannungsbogen, Figurenentwicklung, Stil und Storyline analysieren. Doch eine Wertung ist und bleibt subjektiv. Und nicht selten spielen Autoren mit genau diesen Eckpfeilern und ignorieren sie bewusst – ein Stilmittel.

Das Grundproblem der Bewertung von kreativen Leistungen kennen wir sehr gut: Wir haben es bereits im Kunst- bzw. Musikunterricht erlebt.

Lehrer beurteilten dann, was nicht zu beurteilen ist: eine künstlerische Leistung. Wer nicht singen oder malen konnte, bekam schlechte Noten.

Fazit

Ob Sie Kritik annehmen oder nicht, entscheiden Sie. Wichtig dabei ist, ob es sich um eine konstruktive oder um eine destruktive Kritik handelt. Denken Sie dabei an den Kontext, aus dem heraus Ihr Werk kritisiert wird. Letzten Endes ist Kritik, sowohl positive als auch negative, eine individuelle Wertung.

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